Text Marius Gränicher
Acta est fabula – Das Werk ist vollbracht. Nach 35 Jahren beendet Latein- und Geschichtslehrer Max Bratschi sein Werk an unserer Schule. Dieses bestand nicht nur im Erfüllen des Lehrauftrages. Max war es stets ein Anliegen, seine Schüler:innen für den Stoff zu begeistern, bei jedem und jeder die Freude am Latein und an historischen Zusammenhängen zu entfachen. Dass ihm das grossmehrheitlich gelungen ist, zeigen die vielen T-Shirts, die seine Klassen Max jeweils zum Abschied geschenkt haben. Auf dem letzten stand sinngemäss «Deine letzte Truppe». Max war ein pädagogischer Zenturio; einer, der seine Schüler:innen förderte und forderte: Per aspera ad astra – Über raue Pfade zu den Sternen.
Sein Werk ging aber weit über die Erfüllung des Lehrauftrages hinaus. Das zeigen sein persönlicher Rückblick und seine Gedanken auf den Wandel des Geschichtsunterrichts in den letzten 35 Jahren in diesem JahrAus. Max hat denn auch in vielen Bereichen einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung eines modernen Geschichtsunterrichtes geleistet, sei es als Lehrmittelautor oder als früher Anwender digitaler Möglichkeiten. Dass er im Rückblick auf seine Jahre am Gymnasium aktuelle Entwicklungen an der Schule kritisch hinterfragt und sich Sorgen um die Bildungsqualität und die Grösse der Institution macht, gehört zu seinem Verständnis einer Lehrperson und Mitglied eines Kollegiums: Nicht die Faust im Sack machen, sondern als kritisch empfundene Dinge ansprechen. Max konnte unbequem in seinen Analysen sein; immer aber konstruktiv-kritisch und mit dem Wunsch, nicht nur den eigenen Unterricht, sondern auch die Schule stetig zu verbessern. So kannte ihn auch das Kollegium: Fortiter in re, fidelis in corde – Entschieden in der Sache; treu im Herzen. Herzlichen Dank, lieber Max, für Dein Werk in den letzten 35 Jahren. Das Schlusswort gehört Dir: Feci quod potui, faciant meliora potentes.
























































