Im Rahmen einer Abschlussarbeit setzten sich Schülerinnen und Schüler an der Cantonale 26 im Kunstmuseum Thun mit einem Werk auseinander und entwickelten daraus ein eigenes gestalterisches Produkt.
Autor Janick Sommer
Video Sarah Wnuk
Am Anfang stand der Rundgang durch die Cantonale im Kunstmuseum Thun. Die Ausstellung mit ihrer Vielfalt an künstlerischen Positionen diente als Ausgangslage: Jede und jeder wählte ein Werk, hielt Eindrücke in Skizzen, Notizen und Fotos fest und leitete daraus einen Anhaltspunkt für die eigene Arbeit ab. Wo klare Ziele verfolgt und wo prozesshaft gearbeitet wurde, entschieden die Teilnehmenden selbst.
Zu den entstandenen Arbeiten gehört das Video «Panta rhei» («alles fliesst») von Sarah Wnuk. Es untersucht Derealisation durch den Kontrast: Zu sehen ist eine statische Figur in einer sich kontinuierlich verändernden Umgebung. Dieser Gegensatz zwischen visueller Starre und der Auflösung des Raums erzeugt beim Betrachten das Gefühl von Entfremdung.
Der Titel verweist auf den antiken Gedanken, dass alles im Fluss ist. Sarah Wnuk kehrt ihn in ihrem Video um: Während sich die Welt um sie herum wandelt und entgleitet, verharrt die Figur, und gerade daraus entsteht die Wirkung der Arbeit. Das Video zeigt, wie aus einer Auseinandersetzung mit einem Werk der Ausstellung eine eigenständige gestalterische Position entstehen kann.

























































